Freie Wahl der Krankenkasse

Mit den neuen Tarifen und den Zusatzbeiträgen der Gesetzlichen Krankenkassen kommt ein völlig neues Wettbewerbsklima auf. Da einige Krankenkassen seit 2009 Zusatzbeiträge von ihren Versicherten verlangen, nehmen viele Kunden ihr Sonderkündigungsrecht zum Wechsel in Anspruch und suchen sich eine günstigere Kasse aus.

Starkes Wechselverhalten

Die Berechnung von Zusatzbeiträgen hat bereits Hunderttausende Versicherte zum Wechsel bewegt. Laut Zeitungsberichten haben zum 1. Juli 2010 rund 307.000 Kunden der DAK die Krankenkasse verlassen, 147.000 Versicherte weniger zählt die KKH-Allianz. Zwar zählen hierzu auch Todesfälle und Wechsel durch die anschließende Familienversicherung, doch die Reaktion auf die erhobenen Zusatzbeiträge macht sich durchaus bemerkbar. Kritiker schätzen, dass die Kassen auch ohne Beitragszusätze ausgekommen wären – die Kassen ließen sich jedoch nicht beeinflussen und dürfen auf eine überschaubare Fluktuation hoffen. Darüber hinaus gilt es, den neuen Gesetzesentwurf seitens der Gesundheitspolitik unter Minister Philipp Rösler zu beobachte, was eine erneute Umgestaltung der Versicherungslandschaft mit sich bringen kann.

Sonderleistungen prüfen

Wer also derzeit eine Krankenkassenwechsel erwägt, sollte in jedem Fall gut vergleichen und sich verschiedene Modelle auf die persönlichen Bedürfnisse berechnen lassen. Denn je nach Anbieter unterscheiden sich neben unterschiedlichen Beiträge natürlich auch die Leistungen. So kommen verschiedene Versicherungen neben den Standardversorgungen auch für besondere Präventionsmaßnahmen, Zahnbehandlungen oder Heilpraktikerbesuchen auf. Welche Leistungen genau im Paket enthalten sind und welche zusätzlichen Leistungen in Anspruch genommen werden, sollte jeder Versicherte genau prüfen, bevor er übereilt die Mitgliedschaft kündigt.

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