Was ist die sogenannte Wertpapierkennnummer
Die Wertpapierkennnummer, auch als WKN oder WPKN bekannt, ist eine sechsstellige Kombination aus Ziffern und Buchstaben und dient der eindeutigen Identifizierung eines Wertpapiers. 1955 wurde die Wertpapierkennnummer eingeführt.
Die vergebenen Nummern wurden in zwei gesonderte Pools (die sogenannten Nummernkreise) aufgeteilt, so dass anhand der Nummer direkt festgestellt werden konnte, ob es sich beim vorliegenden Papier um ein Rentenpapier oder eine Aktie handelte. Rentenpapiere wurden mit einem Wert von 100000 bis 499999 versehen, Aktien mit Werten von 500000 bis 999999.
Im März 2000 wurde diese Vorgehensweise allerdings beendet. Der 22. April 2003 brachte eine Grundlegende Neuerung: Die WKN wurde offiziell durch die International Securities Identification Number (ISIN) ersetzt. Die ISIN hat zwölf Stellen und identifiziert internationale Wertpapiere. Theoretisch hätte das das Ende der WKN bedeutet, aber sowohl aus praktischen als auch aus technischen Gründen wird seither jedem deutschen Wertpapier eine WKN und eine ISIN zugeordnet.
Eine weitere Änderung trat am 21. Juli 2003 in Kraft. Bestand die WKN bis dato nur aus Ziffern, sind seit diesem Tage auch Großbuchstaben zugelassen. Zur Vorbeugung von Verwechslungen mit den Ziffern 0 und 1 sind allerdings die Buchstaben O und I ausgegrenzt.
Vergeben werden WKN und ISIN von der Herausgebergemeinschaft Wertpapier-Mitteilungen, Keppler, Lehmann GmbH & Co. KG, diese ist Mitglied der Association of National Numbering Agencies (ANNA). Emittenten und deren Agents können hier WKN und ISIN beantragen, um beispielsweise die Zulassung ihrer Aktien für den Börsenhandel zu erhalten. Bei älteren Aktien finden sich gelegentlich noch unterschiedliche ISIN für Vorzugs- und Stammaktien, so lautet etwa die ISIN der VW-Stammaktie DE0007664005, die der Vorzugsaktie aber DE000766403.
Weitere Beispiele für ISIN und WKN:
United Internet AG WKN: 508903, ISIN: DE0005089031
Bayer AG WKN 575200, ISIN DE0005752000