Finger weg vom Kredit ohne Gehaltsnachweis
Mein Opa hat immer gesagt: “Geld das ich nicht habe, kann ich auch nicht ausgeben” und wenn ich auch in vielen Dingen anderer Meinung als er bin, so hat er mit dieser Aussage unwiderlegbar Recht. Allerdings gibt es in unserer Gesellschaft einen gewissen Konsum-Druck, dem man allzu leicht erliegen kann. Es gehört schon fast zum guten Ton, Neuanschaffungen zu finanzieren. Problematisch wird das Ganze nur dann, wenn man aufgrund der vielen verschiedenen Raten langsam den Überblick über seine monatlichen Einkünfte und Ausgaben verliert und langsam aber sicher das Minus vor dem Saldo immer größer wird. Besonders kritisch sind solche Anschaffungen zu betrachten, deren Monatsraten vom monatlichen Einkommen nicht mehr genug zum Leben übrig lassen. Das klingt unvernünftig. Das ist es auch. Nichtsdestotrotz kommen solche Fälle Tag ein Tag aus unverständlich oft vor. Aber nicht nur bei Finanzierungsangeboten übernehmen sich etliche Haushalte, auch wenn es um reguläre Kredite geht, werden die Risiken häufig unterschätzt. Als kleine Sicherung der Banken fungiert hier neben der Schufa-Prüfung vor allem der Gehaltsnachweis. Ist der monatliche Eingang auf dem Konto ausreichend groß, um die zu erwartenden Kreditraten abzustottern, ohne dabei verhungern zu müssen, gibt es grünes Licht. Einen Kredit ohne Gehaltsnachweis bietet kein seriöses Institut an und das aus oben beschriebenem guten Grund. Wer dennoch einen Kredit ohne Gehaltsnachweis angeboten bekommt, sollte äußerst skeptisch sein, kaum ein Kreditgeber will schließlich sein Kapital ohne entsprechende Absicherung wissen. Ich halte es da lieber mit meinem Opa und schränke mich bei meinen Ausgaben ein wenig ein. Materielle Dinge als Statussymbole anzusehen ist nicht nur oberflächlich, sondern auch gefährlich, wenn es bedeutet, dass man über seine eigenen Verhältnisse lebt und die eigene finanzielle Buchführung drunter leidet.