Riesterrente ja oder nein?
Sie gilt derzeit als das Referenzprodukt der privaten Altersvorsorge, dennoch gibt es auch immer wieder kritische Stimmen zur Riesterrente. Für wen lohnt sich die Riesterrente wirklich und wer profitiert eher nicht davon?
Zunächst einmal gibt es verschiedene Riester-Varianten: die Riester-Rentenversicherung, den Riester-Banksparplan, Wohn-Riester und Riester-Fondsparplan.
Die Riester-Rentenversicherung ist das am häufigsten genutzte Produkt, hier wird der Beitrag nach Abzug entsprechender Gebühren und Verwaltungskosten von einem Versicherer angelegt. Beim Renteneintritt wird das angesparte Kapital dann als lebenslange Rente ausgezahlt.
Der Banksparplan hingegen legt die Einzahlung mit Zins und Zinseszins abhängig von den Marktzinsen an. Zu Beginn der Rente wird das Kapital in eine Rentenversicherung umgewandelt und ebenfalls als lebenslange Rente ausbezahlt. Banksparpläne sind äußerst transparent und zudem mit den geringsten Kosten verbunden.
Fondsparpläne legen das Geld in Investmentfonds an, die zum Teil selbst ausgewählt werden können. Von Rentenbeginn bis zum 85. Lebensjahr wird die ersparte Summe als monatliche Rente ausbezahlt. Danach zahlt eine Rentenversicherung eine lebenslange Rente. Die Fondsparpläne versprechen die größten Renditen für den Anleger und sind ebenfalls sehr transparent.
Beim Wohn-Riestern gibt es drei unterschiedliche Modelle. Vorhandenes Riester-Kapital kann als Eigenkapital verwendet werden oder die laufenden Sparbeiträge werden zur Finanzierung des Eigenheims genutzt, während die Förderung zur Tilgung des Darlehens herangezogen wird. Auch gibt es spezielle Riester-Bausparverträge.
Kritiker bemängeln nun, dass aufgrund der hohen Besteuerungen die Riesterrente sich nur wirklich für Geringverdiener lohnt, da zwar das angesparte Vermögen geschützt ist, die als Rente ausgezahlten Beträge aber voll als Einkommen besteuert werden.
Wer allerdings mit Rente und Riesterrente keine Grundsicherung erreicht, hat de facto keinen finanziellen Vorteil durch die Riesterrente, da diese bei der Berechnung der Grundsicherung mit einbezogen wird.
19. Oktober 2009 um 12:45 Uhr
[...] ist dann zugleich auch verpulvertes Geld, trotz der staatlichen Förderung. Denn: Die Kosten für die Riester Renten Verträge sind oft derart hoch, dass ein Großteil der Förderung, die der Staat dazuzahlt, geschluckt [...]