Wie funktioniert die Finanzierung mit Ballonrate?
Bei der herkömmlichen Finanzierung wird über einen festgelegten Zeiraum ein regelmäßiger Betrag bezahlt. Nach Ablauf der Laufzeit ist der gekaufte Gegenstand vollständig abbezahlt.
Bei der Finanzierung mit Ballonrate hingegen fallen die monatlichen Raten niedriger aus. Dadurch wird am Ende der Laufzeit eine höhere Rate, die sogenannte Ballonrate fällig.
Beide Finanzierungsformen ermöglichen für gewöhnlich Zwischenzahlungen und vorzeitige Ablösungen. Häufig ist es möglich, die Ballonrate ebenfalls, allerdings ohne neuerlichen Ballon, zu finanzieren. Vor allem beim Autokauf ist es auch sehr oft möglich, statt der Ablösung der Ballonrate, das Fahrzeug dem Händler zurückzugeben. Eine solche FInanzierung macht beispielsweise Sinn, wenn ein Sparvertrag besteht, der zum Zeitpunkt des Fahrzeugerwerbs noch nicht zugänglich ist.
Zur Veranschaulichung: Es soll ein Fahrzeug im Werte von 10.000 Euro finanziert werden. Die Laufzeit beträgt 60 Monate. Der Einfachheit halber verzichten wir auf eine Anzahlung und die anfallenden Zinsen. Das KFZ wäre dann mit einer monatlichen Rate von etwa 167 Euro nach fünf Jahren abbezahlt.
Bei Finanzierung mit Ballonrate sieht das Beispiel so aus (wir verzichten erneut auf die Anzahlung): Die monatliche Rate wird auf 100 Euro festgesetzt. Zum Ende der Laufzeit bleibt somit eine Restsumme von 4.000 Euro. Diese kann dann entweder beglichen werden, wodurch das Fahrzeug endgültig dem Käufer gehört oder es wird eine neuerliche Finanzierung für die 4.000 Euro vereinbart. Der Käufer kann zu diesem Zeitpunkt bei entsprechender Vereinbarung aber auch das Fahrzeug an den Händler zurückgeben.
Je länger die Laufzeit ist, umso geringer wird im Regelfall auch die Ballonrate, wodurch eine Korrellation zum Wertverfall und somit dem zum Ende der Laufzeit zu erwartenden Restwert des Fahrzeugs erzeugt wird.
